Warum das Einpressverfahren?
Beim herkömmlichen Rammverfahren wird der Pfahl durch Schlag- oder Vibrationskraft in den Boden getrieben. Diese Energie verbleibt nicht im Pfahl, sondern überträgt sich auf den Boden und auf alles, was darauf steht. In der Nähe von Wohngebieten, historischen Gebäuden oder einer befahrenen Bahnstrecke ist dies häufig der Grund dafür, dass ein Projekt nicht wie geplant durchgeführt werden kann.
Bei der Einpressmethode entfällt die Antriebsquelle. Der SILENT PILER™ greift die bereits verlegten Pfähle und nutzt diese als Gegenkraft, um den nächsten Pfahl mit statischer Hydraulikkraft einzudrücken. Kein Hämmern, kein Vibrationszyklus.
Vorteile des Einpressens von Pfählen auf der Baustelle
Arbeiten in der Nähe von Gebäuden und Eisenbahnstrecken
Dank geringer Lärm- und Vibrationsentwicklung sind Bauarbeiten auch dort möglich, wo herkömmliche Rammarbeiten nicht genehmigt würden. Die Arbeiten können neben Wohnstraßen, historischen Gebäuden und befahrenen Eisenbahnstrecken fortgesetzt werden, ohne dass diese gesperrt werden müssen.
Eine kleinere Maschine und eine kleinere Baustelle
Einpressmaschinen sind leichter und kompakter als herkömmliche Rammgeräte. Es wird weniger Platz für die Maschine selbst und weniger Platz für den Arbeitsbereich um sie herum benötigt.
Stabilität durch die bereits verlegten Pfähle
Die Maschine stützt sich auf die bereits eingerammten Pfähle ab. Dadurch wird die Kippgefahr beseitigt und es können Arbeiten an steilen Hängen, unter Brücken mit begrenzter Durchfahrtshöhe sowie in engen Räumen durchgeführt werden.
Geringere Bodenbeeinträchtigung
Das statische Pressen verursacht deutlich geringere Bodenbeeinträchtigungen als Schlag- oder Vibrationsverfahren, was besonders dann von Bedeutung ist, wenn bestehende Bauwerke, Böschungen oder unterirdische Leitungen in der Nähe liegen.
Beispiele für Baustellen
Verstärkung von Bahndämmen
Berlin, Deutschland im Jahr 2021
Renovierung der Kaimauer des Kanals
Den Haag, Niederlande im Jahr 2022
Renovierung der zum Weltkulturerbe gehörenden Kaimauer des Kanals
Amsterdam, Niederlande im Jahr 2022
Fundamentarbeiten für unterirdisches Bahnhofsgebäude
London, Großbritannien im Jahr 2009
Produkte
F201
Der SILENT PILER F201 ist vielseitig einsetzbar und eignet sich für 400-600 mm breite U-Spundbohlen, für den Standard-, Wasserstrahl- und Super Crush-Modus.
F301-700
Der SILENT PILER F301 eignet sich für Z-Spundbohlen mit einer Breite von 575-708 mm und U-Spundbohlen mit einer Breite von 600-750 mm, für den Standard-, Wasserstrahl- und Super Crush-Modus.
F401-1400
Der SILENT PILER F401 wurde für das gleichzeitige Einpressen von 2 Pfählen bis zu einer Gesamtbreite von 1416 mm (sowohl Z- als auch U-Spundbohlen) entwickelt und ist für die Modi Standard, Water Jetting und Super Crush geeignet.
GRB-System
GRB steht für „Giken Reaction-Force-Based System“. Der gesamte Vorgang findet auf den bereits installierten Pfählen statt, und die Arbeitsplattform bewegt sich mit dem Vortrieb der Wand vorwärts.
Dadurch entfallen provisorische Zufahrtsstraßen und Arbeitsbühnen. Die vom Baustellenbereich eingenommene Fläche verringert sich, es werden weniger Maschinen eingesetzt, und es besteht keine Gefahr, dass die Maschinen umkippen. An Flussufern und in bebauten Gebieten, wo eine herkömmliche Baustelle eine große Fläche beanspruchen würde, ist dies oft der ausschlaggebende Faktor.